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Meningeom

Letzte Aktualisierung: 11.3.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Meningeome sind fast ausschließlich benigne, langsam wachsende Tumoren, die von den Deckzellen der Arachnoidea ausgehen. Der Tumor bleibt lange symptomlos und ist deshalb nicht selten ein Zufallsbefund. In der Bildgebung zeigt sich der rundliche Tumor scharf begrenzt mit einer ausgeprägten Kontrastmittelanreicherung und erinnert damit an einen Schneeball. Bei alten Patienten mit langsam wachsenden Tumoren sind Verlaufskontrollen ausreichend, in allen anderen Fällen ist in der Regel eine operative Entfernung des Tumors indiziert.

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Definitiontoggle arrow icon

Meningeome sind Tumoren, die von den Deckzellen der Arachnoidea ausgehen. Anhand ihrer Pathologie und ihres Wachstumsverhaltens werden sie in die ZNS-WHO-Grade 1–3 eingeteilt.

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Epidemiologietoggle arrow icon

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

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Ätiologietoggle arrow icon

  • Zumeist solitäres Auftreten ohne erkennbare Ursache
  • Ionisierende Strahlung: Hochdosis (Atombomben, Schädelbestrahlung), aber auch Röntgenaufnahmen des Kopfes (z.B. für zahnärztliche Diagnostik)
  • Multiples Auftreten bei Neurofibromatose Typ II
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Symptomatiktoggle arrow icon

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Diagnostiktoggle arrow icon

  • CT/MRT
    • Rundliche, scharf begrenzte Raumforderung
    • Dural-Tail-Sign: Verdickung der Dura seitlich der eigentlichen Basis eines Meningeoms, so dass es aussieht, als hätte das Meningeom einen Ausläufer
    • Mit KM: Ausgeprägtes Enhancement, variable Ödemneigung → Bild eines Schneeballes
    • Nativ im CT meist leicht hyperdens, gelegentlich Verkalkungen
    • Nativ im MRT: T1 → isointens, T2 → iso- bis hyperintens
    • Sonderform Meningeom en plaque: Meningeom der mittleren Schädelgrube mit starker ossärer Komponente
  • In Ausnahmefällen: Probebiopsie mit Bestimmung der Histologie

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Pathologietoggle arrow icon

Makroskopisch

  • Abgekapselt, rund, grau-weißlich
  • Prall-elastische bis derbe Konsistenz
  • Schnittfläche: grau-körnig

Mikroskopisch

  • Generell
  • Speziell
    • 15 histologische Subtypen, überwiegend WHO-Grad I
      • Mischtyp: Transitional
      • Klassisches Meningeom: Meningothelial
      • Fibroblastisch
      • Psammomatös
      • Angiomatös

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Therapietoggle arrow icon

  • Abwarten und Verlaufskontrolle
    • Indikation: Langsames Wachstum des Tumors insbesondere bei älteren Patienten
  • Präoperative Embolisation bei gefäßreichen Tumoren
  • Exstirpation = Standardtherapie; in der Regel Zugang gut möglich .
  • Radiatio (insb. bei schädelbasisnaher Lage)
    • Post-operativ bei inkomplett resezierten Tumoren
    • Bei inoperablen Tumoren
  • Strahlenchirurgie (Gamma-Knife)
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Prognosetoggle arrow icon

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Meditrickstoggle arrow icon

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Meningeome

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Kodierung nach ICD-10-GM Version 2025toggle arrow icon

  • D32.-: Gutartige Neubildung der Meningen
    • D32.0: Hirnhäute
    • D32.1: Rückenmarkhäute
    • D32.9: Meningen, nicht näher bezeichnet
      • Meningeom o.n.A.

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2025, BfArM.

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