ambossIconambossIcon

Halluzinogene (Intoxikation und Abhängigkeit)

Letzte Aktualisierung: 23.1.2025

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Unter den Halluzinogenen werden psychotrope Substanzen unterschiedlicher Stoffgruppen zusammengefasst, deren Hauptwirkung das Auslösen von Halluzinationen ist. Lysergsäurediethylamid (LSD) und halluzinogene Pilze stellen die am häufigsten konsumierten Halluzinogene dar. Während der durch sie ausgelösten Intoxikationspsychosen sind mehrstündige panikartige Zustände mit einem Verlust der Ich-Kontrolle, ängstigenden Halluzinationen und paranoiden Wahninhalten möglich. Postakut können halluzinogeninduzierte Psychosen oder Flashback-Phänomene auftreten.

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Epidemiologietoggle arrow icon

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Wirkstoffe und Wirkmechanismustoggle arrow icon

  • Wirkstoffe
  • Wirkmechanismus
    • Je nach Substanz unterschiedlich, da es sich um chemisch sehr unterschiedliche Strukturen handelt
    • LSD: Partialagonist am Serotoninrezeptor 5HT2A und am D2-Rezeptor
    • Viele Halluzinogene besitzen auch cholinerge, GABAerge und opioiderge Wirkungen

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Wirkungen und Nebenwirkungentoggle arrow icon

Wirkungen

Nebenwirkungen [1]

Akut

  • Intoxikationspsychose (sog. „Bad Trips“/„Horror-Trips“): Mehrstündiger Verlust der Ich-Kontrolle mit panikartigen Zuständen, ängstigenden Halluzinationen und paranoiden Wahninhalten
    • Therapie
      • Beruhigende Ansprache, Reizabschirmung
      • Monitoring von Vitalzeichen
      • Wenn Beruhigung nicht anders möglich, ggf. intermittierende Gabe eines Benzodiazepins
      • Antipsychotika sind kontraindiziert und können die Symptomatik sogar verschlimmern!
  • Weitere akute Nebenwirkungen: Je nach Wirkstoff vegetative Wirkungen wie Hypertonie und Tachykardie oder Entwicklung eines anticholinergen Delirs

Postakut

  • Halluzinogeninduzierte Psychose: Schizophrenieähnliche über Wochen oder Monate anhaltende Psychose nach Konsum von Halluzinogenen [2]
  • Flashback-Phänomene [3][4]
    • Charakteristika
      • Intermittierendes Wiederauftreten insb. optischer Halluzinationen nach einem drogenfreien Intervall (bis zu Wochen, Monaten oder Jahren nach letztem Halluzinogenkonsum)
      • Entsprechen in ihrer Form den Wahrnehmungsveränderungen vergangener Halluzinogenintoxikationen
      • I.d.R. wenige Sekunden anhaltend
      • Keine wahnhafte Interpretation der Halluzinationen → Realitätsbezug erhalten
    • Medikamentöse Therapie bei starkem Leidensdruck [1][3][4]
Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Abhängigkeit und Entzugtoggle arrow icon

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Rechtsmedizinischer Nachweistoggle arrow icon

  • LSD
    • Im Blut: Ca. 12 h
    • Im Urin: Bis 5 Tage
Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Meditrickstoggle arrow icon

In Kooperation mit Meditricks bieten wir durchdachte Merkhilfen an, mit denen du dir relevante Fakten optimal einprägen kannst. Dabei handelt es sich um animierte Videos und Erkundungsbilder, die auf AMBOSS abgestimmt oder ergänzend sind. Die Inhalte liegen meist in Lang- und Kurzfassung vor, enthalten Basis- sowie Expertenwissen und teilweise auch ein Quiz sowie eine Kurzwiederholung. Eine Übersicht aller Inhalte findest du im Kapitel „Meditricks“. Meditricks gibt es in unterschiedlichen Paketen – für genauere Informationen empfehlen wir einen Besuch im Shop.

LSD

Inhaltliches Feedback zu den Meditricks-Videos bitte über den zugehörigen Feedback-Button einreichen (dieser erscheint beim Öffnen der Meditricks).

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2025toggle arrow icon

F16.-: Psychische und Verhaltensstörungen durch Halluzinogene

T40.-: Vergiftung durch Betäubungsmittel und Psychodysleptika [Halluzinogene]

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2025, BfArM.

Icon of a lock

Anmelden oder Einloggen , um den ganzen Artikel zu lesen.

Probiere die Testversion aus und erhalte 30 Tage lang unbegrenzten Zugang zu über 1.400 Kapiteln und +17.000 IMPP-Fragen.
disclaimer Evidenzbasierte Inhalte, von festem ärztlichem Redaktionsteam erstellt & geprüft. Disclaimer aufrufen.