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Melioidose

Letzte Aktualisierung: 12.12.2024

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Melioidose ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Burkholderia pseudomallei verursacht wird. Sie tritt v.a. in tropischen Klimazonen in Südostasien und Nordaustralien auf, wo sie durch Kontakt mit kontaminiertem Wasser oder Boden übertragen wird. Der klinische Verlauf der Melioidose kann sehr unterschiedlich sein und reicht von einer mit Abstand am häufigsten asymptomatischen Infektion bis hin zu einer akuten oder chronischen Erkrankung nach einer Latenzzeit von bis zu 3 Wochen. Die Erkrankung äußert sich durch eine Pneumonie und lokale Abszesse der Haut oder innerer Organe. Häufig zeigt sich eine disseminierte Erkrankung mit septischem Verlauf. Behandelt wird mittels antiinfektiver Therapie. Präventiv sollten potenziell kontaminierte Areale gemieden werden. Fall dies nicht möglich, aber das Risiko einer Ansteckung erhöht ist, sollte Schutzkleidung getragen werden (z.B. Handschuhe, Kittel). Außerdem sollten beim Umgang mit infizierten Personen allgemeine Kontaktmaßnahmen eingehalten werden. Es gibt keine Impfung gegen B. pseudomallei.

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Epidemiologietoggle arrow icon

  • Verbreitung: Tropen, insb. in Südostasien (z.B. Thailand, Malaysia) und Nordaustralien
  • Häufigkeit: Ca. 150.000 Fälle/Jahr weltweit, wobei die meisten Fälle in den feuchten Jahreszeiten auftreten [1]

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

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Ätiologietoggle arrow icon

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Symptomatiktoggle arrow icon

Die Symptome der chronischen Melioidose ähneln den Symptomen der sehr viel häufigeren Tuberkulose (Dyspnoe, B-Symptomatik)!

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Diagnostiktoggle arrow icon

  • Labordiagnostik
    • Kultur (entscheidend!): Aus Blut, Sputum, Urin, Abszess oder Hautläsion
    • PCR
    • Serologische Tests: Nicht zuverlässig, geringe Verfügbarkeit
  • Bildgebung

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Differenzialdiagnosentoggle arrow icon

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Therapietoggle arrow icon

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Prognosetoggle arrow icon

  • Letalität: 10–50% [4]
  • Erneutes Auftreten (Rekrudeszenz) durch unvollständige Eliminierung von Bakterien möglich
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Präventiontoggle arrow icon

  • Impfung: Nicht verfügbar
  • Verhalten in endemischen Gebieten
    • Kontakt mit Erde und stehendem Wasser vermeiden (z.B. Stiefel tragen bei Arbeiten in stehendem Wasser)
    • Mitarbeitende im Gesundheitswesen und in Labors: Maske, Handschuhe und Kittel tragen
  • Postexpositionsprophylaxe [2]: Cotrimoxazol (bei Allergie: Doxycyclin) für 21 Tage
    • Nach Kontakt in der Labormedizin oder
    • Bei Risikofaktoren für eine Erkrankung und niedrigem Risiko der Übertragung
  • Klimaschutz siehe auch: Planetary Health - Infektionskrankheiten
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Meldepflichttoggle arrow icon

  • Nicht meldepflichtig
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Kodierung nach ICD-10-GM Version 2025toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2025, BfArM.

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