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Volvulus und Malrotation

Letzte Aktualisierung: 4.12.2024

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Als Volvulus wird die Verdrehung eines gastrointestinalen Abschnitts um dessen eigene mesenteriale Achse bezeichnet. Neben dem Magen können verschiedene Bereiche des Darms (Mitteldarm, Zäkum, Sigma) betroffen sein, wodurch es zu einem mechanischen Ileus und einer Abschnürung der Mesenterialgefäße mit Durchblutungsstörung des Darms kommen kann. Die typischen Symptome entsprechen denen eines Ileus (Bauchschmerzen, galliges Erbrechen, Meteorismus), in schweren Fällen denen einer Darmnekrose (Hämatochezie, Hämatemesis, Peritonismus) sowie eines Schocks (Tachykardie, Hypotonie). Diagnostischer Goldstandard ist die Magen-Darm-Passage nach oraler Kontrastmittelgabe. Therapie der Wahl ist das sog. Ladd-Verfahren, bei dem die Darmschlingen operativ entdreht und ggf. nekrotische Darmanteile reseziert werden.

Eine Malrotation ist eine Störung der Darmdre­hung während der Embryonal­ent­wicklung. Sie gehört insb. bei Neugeborenen und Säuglingen zu den häufigsten Ursachen eines Volvulus, kann aber auch asymptomatisch verlaufen oder zu intermittierenden gastrointestinalen Beschwerden führen.

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Epidemiologietoggle arrow icon

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

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Ätiologietoggle arrow icon

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Pathophysiologietoggle arrow icon

Malrotation

Volvulus

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Symptomatiktoggle arrow icon

Volvulus

Ein Volvulus führt i.d.R zu einem akuten Abdomen!

Bei jedem Neugeborenen mit galligem Erbrechen muss zügig ein Volvulus ausgeschlossen werden!

Malrotation

Eine Malrotation kann lange asymptomatisch bleiben, unspezifische oder intermittierende abdominelle Beschwerden verursachen und in jedem Alter zum Volvulus führen!

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Diagnostiktoggle arrow icon

Bildgebung bei Malrotation und/oder Volvulus [1][3]
Verfahren Mögliche Befunde
Malrotation Volvulus
Sonografie des Abdomens
Röntgen des Abdomens
  • I.d.R. unspezifisch
  • Ggf. rechtsseitiges Jejunum und und fehlender stuhlgefüllter Dickdarm im rechten unteren Quadranten
  • Erweiterte Darmschlingen, Spiegelbildung
  • „Kaffeebohnenzeichen“ bei Sigmavolvulus
  • Freie Luft
Magen-Darm-Passage (Goldstandard)
  • Rechtsseitiger duodenojejunaler Übergang
  • Rechtsseitiger Dünndarm
  • Korkenzieherduodenum
  • Ileus: Flüssigkeitsspiegel, erweiterte, überblähte Darmschlingen, Duodenalobstruktion , luftleere distale Darmabschnitte
  • Freie Luft
Kolonkontrasteinlauf
  • „Vogelschnabelzeichen“ an der Stelle der Verdrehung
Kontrastmittel-CT

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Differenzialdiagnosentoggle arrow icon

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Therapietoggle arrow icon

Volvulus

  • Allgemeine Notfallmaßnahmen
  • Notfalloperation (Ladd-Verfahren)
    • Zugangsweg: Offen
    • Durchführung
    • Ergebnis
      • Physiologische Darmpassage und -durchblutung
      • Bei Malrotation weiterhin pathologische Anatomie
      • Geringes Rezidivrisiko

Malrotation

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Prognosetoggle arrow icon

Frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend für ein gutes Outcome! Die Prognose hängt von der Dauer der Mesenterialischämie ab!

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Kodierung nach ICD-10-GM Version 2025toggle arrow icon

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2025, BfArM.

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