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Rapid Sequence Induction - AMBOSS-SOP

Letzte Aktualisierung: 8.8.2024

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Diese SOP behandelt primär die Rapid Sequence Induction bei Erwachsenen.

Bei bekanntem schwierigen Atemweg sollte eine fiberoptische Wachintubation als primäres Verfahren zur endotrachealen Intubation erwogen werden!

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Material und Medikamentetoggle arrow icon

Basismaterial

Material für das Management von Atemwegskomplikationen

Basismedikamente (Auswahl nach Situation und Klinikstandard)

Medikamente für die erweiterte Therapie und den Notfall

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Vorbereitungtoggle arrow icon

Material und Geräte

Patient

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Ablauf/Durchführungtoggle arrow icon

Sicherheitscheck (sofern möglich)

Absaugen von Mageninhalt [5][6]

  • Ziel: Senkung des intragastralen Drucks (Aspirationsrisiko↓)
  • Absaugen von Mageninhalt bei einliegender Magensonde obligat
  • Neuanlage einer (bevorzugt nasalen) Magensonde insb. bei Ileussymptomatik empfohlen, aber
    • Insgesamt schlechte Studienlage
    • Kein sicheres Vermeiden einer Aspiration
    • Provokation von Erbrechen möglich (insb. bei vigilanzgeminderten Patienten)
    • Potenzielle Komplikationen durch Anlage und Fehllage
  • Kein Konsens bzgl. Belassen bzw. Entfernen der Magensonde vor der Einleitung; bei Belassen
  • Konkretes Vorgehen: Einzelfallentscheidung unter Berücksichtigung von Aspirationsrisiko und Kontraindikationen

Gabe von Natriumcitrat [6][9][10]

Präoxygenierung [7][11]

Narkoseeinleitung [3][7][12][13][14][15][16]

Sonderfall: Verwendung von Etomidat [17][18]

Etomidat ist aufgrund seiner geringen Auswirkungen auf den zerebralen Perfusionsdruck ein geeignetes Medikament zur Narkoseeinleitung bei Schädelhirntrauma bzw. erhöhtem intrakraniellen Druck!

Sonderfall: Verwendung von Ketamin bzw. Esketamin [18][19][20]

Ketamin bzw. Esketamin kann insb. bei erniedrigtem Ausgangsblutdruck zur Narkoseeinleitung bei Schädelhirntrauma bzw. erhöhtem intrakraniellen Druck eingesetzt werden!

Intubation

  • Zwischenbeatmung vermeiden
  • Orotracheale Intubation
    • Möglichst vollständige Muskelrelaxierung abwarten (Kontrolle über Relaxometrie)
    • Einstellen der Stimmbandebene mittels direkter oder indirekter Laryngoskopie
    • Vorsichtige Passage der Stimmbänder mit Endotrachealtubus
    • Cuff sollte ca. 2–3 cm unterhalb der Stimmbandebene liegen
    • Korrekte Einführtiefe bei vielen Endotrachealtuben über Strichmarkierung angegeben
    • Cuff blocken (25–30 cmH2O)
    • Lagekontrolle (bspw. Kapnometrie, Auskultation)
    • Tubusfixierung (Klinikstandard beachten)
    • Dokumentation (bspw. Laryngoskopie- und Auskultationsbefund, Zahnstatus nach Intubation)
  • Nach der Intubation: Auf ausreichenden Augenschutz achten (Vermeidung einer Hornhauterosion) [7][21], bspw. durch
    • Auftragen einer dünnen Schicht Dexpanthenol-Salbe auf die Augen und/oder
    • Verschluss der Augenlider mit einem hautverträglichen, leicht zu entfernenden Pflaster

Für alle genannten Medikamente sind die entsprechenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen und Kontraindikationen zu beachten!

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Komplikationentoggle arrow icon

Unerwartet schwieriger Atemweg

Laryngospasmus bzw. Bronchospasmus

Blutung im Bereich der oberen Atemwege

Zahnschaden

Regurgitation von Mageninhalt und Aspiration

  • Umgehendes Absaugen des Oropharynx
  • Bei großen Sekretmengen Trendelenburg-Lagerung zum besseren Abfluss erwägen [3]
  • Zügige Atemwegssicherung und endotracheales Absaugen
  • Notfalleingriffe bei schwerer Aspiration nach Möglichkeit auf die Erstversorgung begrenzen
  • Großzügige Indikation für die Aufnahme auf eine Überwachungsstation (IMC, ICU)
  • Siehe auch: Aspiration - Therapie

Reflexbradykardie, Asystolie (Vagusstimulation durch Laryngoskopie) [22][23][24]

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

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Extubationtoggle arrow icon

Etwa ein Drittel aller schwerwiegenden Atemwegskomplikationen treten im Rahmen der Extubation auf!

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